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Bambus – der nachhaltige Rohstoff

Bambus der nachhaltige Rohstoff

Bambus ist der Rohstoff der Zukunft, denn er wächst sehr schnell und kann immer wieder nachwachsen. Damit ist Bambus eine nachhaltige alternative zu Plastik und Holz. Plastik, ein Ausgangsstoff für zahlreiche Erzeugnisse im täglichen Leben, ist der vielleicht größte Verursacher der Verschmutzung der Weltmeere. Durch achtlos weggeworfenen Müll, aber auch durch das Verhalten der Hersteller selbst und die Regierungen verschiedener Länder, in denen es kein Abfallsystem gibt, gelangt immer mehr Plastik in die Meere. Weiterhin nimmt die Abholzung der Wälder durch den steigenden Holzbedarf stetig zu. Einen wichtigen Beitrag, die Welt plastikfrei zu machen und die Abholzung von Wäldern zu reduzieren, kann Bambus leisten. 

 

Ein Rohstoff mit vielen guten Eigenschaften
Es gibt weltweit mehr als 1.500 Bambusarten, von denen einige zu den Gräsern, andere zu den Bäumen zählen. Die Vorteile von Bambus als nachwachsendem Rohstoff resultieren in seinem schnellen Wachstum. Je nach Art kann die Pflanze bis zu 1,6 Meter am Tag wachsen. Die Wurzelsysteme verbreiten sich ähnlich wie Unkraut im Garten. Die Pflanze vermehrt sich also außerordentlich schnell. So wie verschiedene Gräser wächst die Pflanze aus ihrer Wurzel immer wieder nach. Es ist daher einfach, Bambusholz als Material für zahlreiche Gebrauchsgegenstände wie Zahnbürsten, Haarbürsten, Besteck usw. zu verwenden. Viele Dinge, die heute noch aus Plastik hergestellt werden, können durch Bambus ersetzt werden. Die Ressourcen sind aufgrund des schnellen Wachstums nahezu unerschöpflich. 

 

Anbau ohne chemische Keule
Ein weiterer Vorteil von Bambus als nachhaltiger Rohstoff liegt im Anbau, der ohne Düngemittel und andere Chemikalien auskommt. Die Pflanze bildet einen natürlichen Schutz gegen Pilze und Bakterien. Sie ist also von Natur aus antibakteriell. Da die Pflanze außerordentlich widerstandsfähig ist, kommt sie ohne Düngemittel aus. Nicht einmal künstliche Bewässerungssysteme sind für die Kultur erforderlich. Die Pflanze kommt mit den Ressourcen, die in der Natur vorhanden sind, gut aus und vermehrt sich dabei außerordentlich schnell. Die Voraussetzungen, Bambusholz vielfältig als Rohstoff für Gebrauchsgegenstände, aber auch für andere Güter, beispielsweise in der Industrie, zu verwenden, könnten kaum günstiger sein. Aufgrund der Stabilität der Wurzelsysteme werden Bambuspflanzen in einigen Gebieten auf der Erde genutzt, um die Bodenerosion zu verhindern. In Äthiopien werden bereits Bambuspflanzen angebaut, um die Wüste zurückzudrängen.

 

Bambuspflanzen als grüne Lunge
Werden Bambuspflanzen als nachwachsender Rohstoff angebaut, erfüllen sie gleich zwei wichtige Funktionen. Sie sind einerseits Rohstofflieferant und andererseits die grüne Lunge. Da die Pflanze riesige Mengen an Kohlendioxid aufnehmen kann, reduziert sie die Kohlengase auf der Erde. Im Gegenzug setzt sie ein enormes Sauerstoffvolumen frei. Durch die Photosynthese produziert die Bambuspflanze ungefähr 35 Prozent mehr Sauerstoff als eine vergleichbare Fläche an Bäumen. Das mag auch an der großen Blattmasse der Bambuspflanze liegen. Sie gehört nicht zu den Bäumen, sondern zur Familie der Süßgräser. Das erklärt auch die Ausbreitung des Wurzelwerks (Rhizom).

 

Hervorragende technische Eigenschaften von Bambusholz
Auch wenn die Bambuspflanze botanisch gesehen kein Baum ist, wachsen einige Arten höher und vor allem deutlich schneller als Bäume. Es ist unglaublich, welche guten Eigenschaften das Holz dieser Pflanze hat. Daher eignet sich das Bambusholz perfekt, um die Welt nach und nach plastikfrei zu machen. Verholzen die Halme, haben sie gute technische Eigenschaften und können nicht nur als Plastikersatz, sondern auch als Baumaterial verwendet werden. In den Ländern, in denen die Pflanze ihren Ursprung hat, beispielsweise in Asien, wird sie von den Menschen als Baumaterial und für andere Einsatzmöglichkeiten genauso geschätzt wie Buche oder Eiche in Deutschland. Bambusholz zeichnet sich durch Robustheit und Elastizität aus. Das macht seine Einsatzgebiete so vielfältig. 

 

Einsatzmöglichkeiten von Bambus in der Textilbranche
Bambus wird immer häufiger in der Textilbranche verwendet und hat als Naturmaterial gute Eigenschaften. Ein Textilmaterial, das eine gute Alternative zu Synthetik darstellt, ist Bambusviskose. Sie kann für gewebte und gestrickte Stoffe verwendet werden. Als Material für Kleidung ist sie frei von Schadstoffen, atmungsaktiv, feuchtigkeitsabsorbierend und pflegeleicht. Für die Herstellung von Bambusviskose wird Bambus in eine alkalische Lösung eingelegt und zu Zellulose aufgespalten. Unter hohem Druck wird die Zelluloselösung durch Spinndüsen zu feinen Fäden gepresst. Die textile Bambusfaser hat eine veränderte molekulare Struktur. Bei diesem Verfahren werden die Reste der alkalischen Lösung abgebaut, sodass diese Lösung keine Belastung für die Umwelt darstellt. Die Verfahrensweisen für die Herstellung der Bambusfasern werden ständig optimiert, um den Prozess noch nachhaltiger und umweltfreundlicher zu machen. Künftig soll bei der Herstellung möglichst völlig auf chemische Quellen verzichtet werden. Für die Herstellung von Bambusviskose wird eine bestimmte Bambusart, der Mosobambus, verwendet. Er ist die am schnellsten wachsende Bambusart. Die Nutzung dieser Art zur Herstellung von Textilmaterial hat noch einen weiteren Vorteil: Diese Bambusart wird nicht von den Pandabären gefressen. Die Bären werden daher nicht ihrer Nahrung beraubt. Bambusviskose kann nicht nur für die Herstellung von Bekleidung genutzt werden. Das Material eignet sich auch zur Herstellung von Seiftüchern, Handtüchern oder Putztüchern.



Fairness in der Bambusbranche
Der Hauptexporteur von Bambus ist gegenwärtig noch China. Das könnte sich jedoch bald ändern, wenn das große Potential der Pflanze erkannt wird und die Pflanze sich aufgrund der einfachen Anbaubedingungen auch in anderen Ländern durchsetzt. Kann sich die Pflanze in Äthiopien und in anderen Ländern, in denen die Wüste zurückgedrängt werden soll, bewähren, könnten diese Länder künftig unter den Exporteuren eine immer wichtigere Rolle spielen. China - da läuten bei vielen Käufern, die auf Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit setzen, die Alarmglocken: Schlechte Arbeitsbedingungen, schlechte Entlohnung der Arbeitskräfte, radikale Ernte, lange Transportwege per Flugzeug. Das sieht bei der Bambusproduktion in China jedoch etwas anders aus. Sie ist noch kaum industrialisiert. Der Anbau erfolgt zumeist von Kleinbauern, die keine chemischen Produkte anwenden und das auch gar nicht müssen. Während Nadelbäume erst nach ca. 80 Jahren und Laubbäume erst nach ca. 100 Jahren geerntet werden können, ist die Ernte der Bambuspflanzen aufgrund des enorm schnellen Wachstums schon sehr viel früher möglich. Die Ernte kann oft schon nach drei bis fünf Jahren erfolgen. Entsprechend schnell wachsen die Pflanzen nach, sodass sie schnell wieder geerntet werden können.

 

Bambusbranche ist vergleichsweise umwelt- und sozialverträglich
Auch wenn das Bambusholz, das in Deutschland verwendet wird, größtenteils aus China kommt, ist es nachhaltiger als regionale Bäume. Die bisher bekanntesten Bambusarten wachsen auf allen Kontinenten, nur nicht in Europa und in der Antarktis. In jedem Fall ist der Export aus China nachhaltiger als die Verwendung von Plastik. Soll die Welt künftig plastikfrei sein, ist eine Steigerung der Exporte denkbar. Im Vergleich zur Massenproduktion anderer Agrarprodukte in den Entwicklungsländern, beispielsweise Baumwolle oder Kaffee, ist die Bambusbranche deutlich umwelt- und sozialverträglicher. Im Gegensatz zu den Bambuspflanzen brauchen Baumwollpflanzen viel Wasser. Sie werden häufig mit Düngemitteln und Pestiziden behandelt, um eine gute Ernte zu erzielen. Sind die Baumwollfelder abgeerntet, wird wieder neue Baumwolle angebaut. Der Boden wird nach und nach ausgebeutet und für den Pflanzenanbau immer wertloser. Anders sieht es bei den Bambuspflanzen aus, die das Vorhandene nutzen und nicht bewässert werden müssen.

 

Lange Transportwege nicht von der Hand zu weisen
Da die Bambusimporte aus Asien und Afrika kommen, sind lange Transportwege nicht zu verhindern. Wichtig ist daher ein möglichst CO2-neutraler Transport. Die Bambusprodukte von bioboo werden aus China per Zug transportiert. Der Transport ist damit deutlich umweltfreundlicher als per Flugzeug, was uns von vielen anderen Anbietern unterscheidet. So kann garantiert werden, dass durch die Bambusexporte keine Umweltschäden entstehen. Umweltfreundlichkeit ist auch durch die Langlebigkeit der Bambusprodukte gewährleistet.

 

Auf Nachhaltigkeit achten
Beim Kauf von Bambusprodukten solltest Du die Augen offen halten und auf Nachhaltigkeit achten. So kannst Du Deinen Beitrag leisten, die Welt plastikfrei zu machen. Bambusprodukte sind nachhaltig und umweltfreundlich, wenn sie aus Naturmaterialien bestehen und wenn kein Melaminharz enthalten ist. Daher verzichtet bioboo bei der Produktion komplett auf Melaminharz und andere Kunststoffe.

 

Fazit: Bambusprodukte für mehr Nachhaltigkeit auf dem Vormarsch
Die Bambuspflanze gehört zu den Süßgräsern und zeichnet sich durch ein schnelles Wachstum aus. Die Pflanze kann täglich bis zu 1,6 Meter wachsen. Verholzen die Triebe, haben sie ähnlich gute Eigenschaften wie Buche oder Eiche. Bambus wird heute größtenteils aus China importiert. Allerdings wird er auch in afrikanischen Ländern angebaut, um die Wüste zurückzudrängen. Da die Bambus-Pflanzen sehr schnell wachsen, ohne Düngemittel, Pestizide sowie künstliche Bewässerung auskommen und enorme Mengen an Sauerstoff freisetzen, sind sie als einer der nachhaltigsten Rohstoffe unserer Erde anzusehen.