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Holz – nicht so nachhaltig wie gedacht

Holz - nicht so nachhaltig wie angenommen

 

Der Wald ist ein sensibles Ökosystem und ist essentiell im Kampf gegen den Klimawandel. Er ist aufgrund der Photosynthese ein wichtiger Sauerstoffproduzent. Der Schutz der Wälder ist daher von großer Bedeutung. Holz wird als nachhaltiger und nachwachsender Rohstoff angepriesen. Ist Holz aber tatsächlich so nachhaltig für die Umwelt?

Der Regenwald als Lebensgrundlage für Mensch und Tier

Die großen Regenwälder werden als Lunge der Erde bezeichnet, da sie in großem Umfang Kohlendioxid binden und Sauerstoff freisetzen. Sie sorgen für eine intakte Atmosphäre und sind daher eine wichtige Existenzgrundlage für Menschen, Tiere und auch für die Pflanzen selbst. Der Gedanke, dass in jeder Minute eine Waldfläche von ungefähr 40 Fußballfeldern abgeholzt wird, macht nachdenklich. Die Folgen für die Regenwälder und für eine Vielzahl an Lebewesen sind unumkehrbar. Die Ausmaße dieser Zerstörung sind noch nicht abzusehen.

Als sich vor einigen Millionen Jahren die ersten Menschen im ostafrikanischen Graben entwickelten, herrschte ein regenwaldähnliches Klima. Dieses Klima veränderte sich im Laufe der Zeit immer weiter. Im Wechsel von Kalt- und Warmzeiten überzog eine dicke Eiskruste die Erde und taute dann wieder ab. Die Eiskappe reichte jedoch nie bis zum Äquator. In der Geschichte von ungefähr sechs Millionen Jahren konnten sich Tiere und Pflanzen zu einer Symbiose entwickeln. Stirbt eine Art aus, kann das zu einer Kettenreaktion führen.

Die Regenwälder halten die Erde stabil und zeichnen sich durch Biodiversität aus. Sie haben auch eine hohe Biomasse und können in ihrem Holz und ihrer Blattmasse viel Kohlenstoff speichern. Das macht die Regenwälder zu einer Klimaversicherung. Die schädlichen Folgen des Kohlendioxidausstoßes können durch die Photosynthese abgemildert werden. Diese Wirkung geht verloren, wenn der Regenwald weiter zerstört wird.

Regenwald – Biodiversität und Ökosystem

In der Nähe des Äquators umspannt der Regenwald die gesamte Erde wie ein Gürtel. Die Fläche, die vom Regenwald bedeckt wird, beträgt jedoch nur sieben Prozent der eisfreien Landmasse der Erde. Im Regenwald leben allerdings ungefähr 90 Prozent aller Pflanzen- und Tierarten. Experten vermuten, dass es mehr als 50.000 Baumarten in den tropischen Regenwäldern gibt. Täglich werden große Flächen des Regenwaldes abgeholzt, da sie für die landwirtschaftliche Nutzung benötigt werden und das Holz für den Handel wertvoll ist. Diese zerstörten Flächen können niemals wieder neu entstehen.

Der Regenwald braucht einen sehr langen Zeitraum, um sich zu einem komplexen System zu entwickeln. Er ist Lebensraum für viele endemische tropische Tier- und Pflanzenarten, die nirgendwo sonst auf der Erde vorkommen. Einige dieser Arten sind bereits für immer verloren, da ihnen der Lebensraum durch die Abholzung des Regenwaldes genommen wurde. Welche langfristigen Folgen dieser Artenschwund auf den Regenwald als Ökosystem und auf die ganze Erde hat, ist noch nicht absehbar.

Die Biodiversität trägt zum Schutz der Natur vor Klimaveränderungen und Umwelteinflüssen bei. Einige Arten haben oft noch gute Überlebenschancen, wenn sie von zahlreichen Pflanzen-, Tier- und Bakterienarten umgeben sind. Sie können sich dann noch an die Veränderungen anpassen. Bei einer stark eingeschränkten Artenvielfalt kann eine Klimaveränderung zu einem Aussterben zahlreicher Pflanzen und Tiere führen.

Wenn Kohlenstoff zum Problem wird

Warum gilt Kohlenstoff eigentlich als Klimakiller, wenn er doch von den grünen Pflanzen aus der Luft genommen und in Form verschiedener Kohlenhydrate in Blättern und anderen Pflanzenteilen gespeichert wird? Die Pflanzen speichern Zucker, der für den Stoffwechsel benötigt wird, energiereiche Stärke sowie Zellulose, aus der neue Pflanzenzellen entstehen. Im Gegenzug stoßen die Pflanzen als Abfallprodukt der Photosynthese Sauerstoff aus.

Dieser Prozess stellt einen Kreislauf dar. Menschen und Tiere atmen Sauerstoff ein und atmen das Abfallprodukt Kohlendioxid wieder aus. Dieses Kohlendioxid wurde ursprünglich von den Pflanzen aufgenommen und gelangt nun durch die Atmung der Tiere und Menschen wieder in die Umwelt. Zwischen Luft, Pflanzen, Tieren und Menschen bildet der Kohlenstoff einen Kreislauf.

Bei der Verbrennung von Holz als Energieträger gelangt Kohlendioxid wieder in die Luft und kann von den Pflanzen aufgenommen werden. Da es sich um einen natürlichen Kreislauf handelt, dürfte das kein Problem darstellen. Schädlich ist jedoch das Kohlendioxid aus fossilen Brennstoffen.

Zerstörung der Atmosphäre durch fossile Energieträger

In fossilen Energieträgern wie Kohle oder Erdöl ist Kohlendioxid über Millionen oder Milliarden Jahre unter der Erde gebunden. Werden diese Energieträger verbrannt, gelangt das darin gebundene Kohlendioxid in die Atmosphäre. Es war einmal Teil von Pflanzen- und Tierkörpern und stand nicht mehr zur Verfügung, da es der Atmosphäre entzogen wurde. Das zusätzliche Kohlendioxid, das nun durch die Verbrennung dieser Energieträger, aber auch durch den Konsum von Plastik entsteht, stört den natürlichen Kohlendioxidkreislauf.

In einer normalen Menge ist Kohlendioxid für das Klima auf der Erde sogar notwendig. Es verhindert, dass die Wärme zu schnell durch die Erdatmosphäre verschwindet. Das macht die Erde warm genug als Lebensraum. Dieses Gleichgewicht kann nur funktionieren, wenn nicht zusätzliches Kohlendioxid aus fossilen Energieträgern hinzukommt. Die Erde heizt sich dann auf, da die Wärmestrahlung zu lange an der Erdoberfläche bleibt. Das führt zum gefürchteten Treibhauseffekt, der das lange gewachsene System zerstört. Pflanzen und Tiere haben dann nicht mehr genug Zeit, um sich an die veränderten Bedingungen anzupassen. Die Artenvielfalt der Erde wird bedroht. Wetterextreme entstehen, da sich die Meeresströme aufgrund der Umwälzung des Meerwassers verändern.

Bäume und ihre wichtige Funktion für das Klima

Das Kohlendioxid, das durch die Verbrennung fossiler Energieträger in die Atmosphäre gelangt, kann nicht einfach wieder herausgefiltert und in der Erde gebunden werden. Ein großer Teil des zusätzlichen Kohlendioxids kann noch durch das Meerwasser gespeichert werden. Das Meer kann die negativen Folgen für die Erde noch zu einem Teil abmildern. Das System kann jedoch kippen und unumkehrbar zerstört werden, wenn der Speicher gefüllt ist. Der Klimawandel und die Aufheizung der Erde sind nicht mehr zu stoppen.

Um die Schäden seit der industriellen Revolution wieder gutzumachen, können natürliche Systeme genutzt werden. Viele Wissenschaftler setzen daher auf pflanzliche Biomasse. Kann in den kommenden Jahren ein großer Teil der abgeholzten Wälder wieder aufgeforstet und der Kohlendioxid-Ausstoß der Weltbevölkerung reduziert werden, können die neu gepflanzten Bäume künftig das überschüssige Kohlendioxid wieder in Biomasse umwandeln. Die schädlichen Klimagase sind dann im entstehenden Holz gebunden und dienen in der Luft nicht mehr als Wärmespeicher.

Viel Kohlendioxid kann durch die tropischen Regenwälder aufgenommen werden, da sich die dortigen Baumarten durch ein schnelles Wachstum auszeichnen. Bambus ist zwar kein Baum, sondern gehört zur Familie der Süßgräser, doch wächst er abhängig von der Art pro Tag mehr als einen Meter. Umweltbewusste Menschen legen daher Wert auf Kleidung, Zahnbürsten, Windeln oder Toilettenpapier aus Bambus.

Jeder ist gefordert

Gerade die Europäer mit ihrem hohen Lebensstandard und ihrem ungezügelten Konsum fördern die Abholzung der Regenwälder. Zumeist werden die Bäume für die Gewinnung seltener Edelhölzer, für den Baumwollanbau, für die Viehwirtschaft und die Palmöl-Erzeugung gerodet. Für einen hohen Fleischkonsum müssen große Flächen Wald gerodet werden, damit Weideflächen sowie Anbauflächen für Soja entstehen. Mode soll vor allem billig sein, um schon in der nächsten Saison im Altkleidercontainer zu landen. Palmöl ist preiswert, um günstige Lebensmittel zu produzieren.

Jeder Einzelne kann dazu beitragen, die Abholzung der Regenwälder zu verlangsamen. Dazu sollte jeder seine Konsumgewohnheiten überdenken und weniger billige Mode sowie weniger billige Lebensmittel kaufen und den Fleischkonsum reduzieren. Statt fossiler Energieträger kann Ökostrom aus erneuerbaren Energien verwendet werden. Die Belastung des Klimas kann durch die Nutzung plastikfreier Verpackungen reduziert werden.

Die Umsetzung ist nicht von heute auf morgen möglich. Wer einen Garten hat, kann insektenfreundliche Pflanzen anbauen und mit Bäumen oder Hecken für mehr Biodiversität sorgen. Auch diejenigen, die keinen Garten haben, können sich beteiligen und Geld für gemeinnützige Organisationen spenden, die Bäume pflanzen oder andere hilfreiche Maßnahmen für den Klimaschutz treffen. Die Nutzung der alternativen und kostenlosen Suchmaschine Ecosia kann für Recherchen im Internet genutzt werden. Ein Großteil des Einnahmenüberschusses geht an gemeinnützige Naturschutzorganisationen, die Bäume in regionalen Projekten pflanzen oder ehemals verwüstete Landstriche wieder aufforsten. Schon kleine Verhaltensänderungen können eine große positive Wirkung auf das Klima haben.

Ein Beispiel für die Erhaltung der Biodiversität ist ein Volksbegehren in Bayern aus dem Jahr 2019 zum Schutz der Honigbiene und zum Erhalt wichtiger Schlüsselarten. Ohne die Honigbiene können viele heimische Obst- und Gemüsearten nicht mehr bestäubt werden. Die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln könnte gefährdet werden. Die Bevölkerung hat die Bedeutung der Bienen erkannt und sich mit ihrem Volksbegehren an Politik und Landwirtschaft gewandt. Die Regenwälder nehmen eine ähnliche Schlüsselrolle für die Existenz der Weltbevölkerung und das Klima ein.
Einen Beitrag zum Schutz des Klimas und zum Erhalt der Biodiversität wollen auch wir von bioboo leisten. In unserem Shop bieten wir plastikfreie, wiederverwendbare und holzfreie Produkte an. Wir treten gegen die Umweltverschmutzung und die Abholzung der Regenwälder ein und leisten auch einen Beitrag zur Vermeidung von Müll.

Wer zum Umweltschutz beitragen will, sollte noch heute starten.